
Showeffekte · Laser, Flammen, Wasser, Feuerwerk, Videomapping
Der Moment, an den
sich alle erinnern.
Von einer Veranstaltung bleibt selten das Programm in Erinnerung. Es bleibt der eine Moment, in dem alle gleichzeitig nach oben sehen. Der ist kein Zufall: er ist geplant und abgestimmt.
Worum es geht
Effekte sind kein Zubehör.
Sie sind Dramaturgie.
Ein Effekt, der einfach nur stattfindet, verpufft. Fünfzehn Sekunden Flamme ohne Anlass sind fünfzehn Sekunden, in denen das Publikum wartet, dass es weitergeht.
Was wirkt, ist der Einsatz an der richtigen Stelle: die Sekunde, in der der Vorhang fällt. Der Refrain, auf den der Abend zugelaufen ist. Der Moment, in dem die Zahl auf der Leinwand steht und niemand mehr redet. Dafür muss der Effekt nicht groß sein: er muss sitzen.
Deshalb fragen wir zuerst nicht, welchen Effekt Sie wollen, sondern an welcher Stelle des Abends etwas passieren soll. Aus der Antwort ergibt sich meistens von selbst, ob es Laser, Flamme, Wasser oder Pyrotechnik wird. Manchmal ergibt sich auch, dass keins davon nötig ist.
Die vier Gewerke unterscheiden sich weniger im Aussehen als in dem, was sie vom Ort verlangen:
| Effekt | Braucht | Geht nicht bei |
|---|---|---|
| Lasershow | Dunkelheit, Nebel als Trägermedium, freie Strahlengänge | zu heller Umgebung, ungeklärtem Publikumsbereich |
| Flammenprojektoren | Höhe über der Flamme, Abstand, Abstimmung mit dem Brandschutz | niedrigen Decken, Textilien im Weg, fehlender Abstimmung mit dem Brandschutz |
| Wasserleinwand | Wasserfläche oder Becken, Platz für die Technik, ruhige Luft | starkem Wind, Zuschauern in Windrichtung |
| Pyrotechnik | Sicherheitsabstände, Vorlauf für die Genehmigungen, drinnen die Abstimmung mit dem Brandschutz | kurzfristiger Anfrage, ungeklärtem Brandschutz |
| Videomapping | Dunkelheit, eine vorher vermessene Fläche, Inhalte, die auf die Fläche gerechnet sind | Tageslicht, ungeklärtem Streulicht in Richtung Nachbarschaft |
Lasershow
Lasershow. Der Effekt,
der den Raum vergrößert.
Laser bespielt den Raum über dem Publikum. Scheinwerfer beleuchten Flächen, Laser zeichnet in die Luft, und braucht dafür etwas, woran der Strahl sichtbar wird: Nebel, Dunst oder Nacht. Ohne Trägermedium sieht man nur den Punkt an der Wand, nicht den Weg dorthin.
Daraus folgen drei Dinge, die vor der Zusage geklärt werden:
Wie dunkel wird es wirklich? Ein Sommerabend im Freien wird vor halb elf nicht dunkel. Eine Halle mit Sicherheitsbeleuchtung wird nie ganz dunkel. Beides ist lösbar, beides muss man vorher wissen.
Wo darf der Strahl hin? Über dem Publikum, neben dem Publikum, durch das Publikum. Das sind drei verschiedene Gefährdungslagen. Der dritte Fall ist der aufwendigste und wird weiter unten beschrieben.
Was steht im Weg? Traversen, Deckensegel, Lautsprecher, Kamerakräne. Was hängt, entscheidet sich beim Rigging, nicht beim Effekt. Deshalb gehört beides in dieselbe Planung. Ein Laserstrahl, der auf eine spiegelnde Fläche trifft, geht irgendwohin, und dieses Irgendwohin gehört in den Plan, nicht in die Überraschung.
Wir setzen Laser bei Festivals, Firmenjubiläen und Industrieveranstaltungen ein: zum Beispiel über einem Werksgelände, wo der Laser genau das gemacht hat, was kein Projektor kann: den Luftraum über der Anlage bespielen.


Flammenprojektoren
Flammen. Der Effekt,
den man im Bauch spürt.
Eine Flamme sieht das Publikum nicht nur, es hört und spürt sie. Das ist ihre Stärke und ihr ganzer Aufwand: Was Wärme abgibt, braucht Abstand.
Unsere Flammensysteme sind beweglich, reichen von 4 bis 20 m Höhe und laufen mit zentraler Liquidversorgung. Flammen lassen sich auf den Takt legen, in der Höhe abstufen und in Gruppen fahren: von einzelnen Stößen bis zu Figuren. Damit der Stoß auf den Schlag fällt, gehören Effekt und Tontechnik in dieselbe Planung. Die Bilder auf dieser Seite zeigen beides: einzelne Säulen links und rechts der Bühne, und Flammenfiguren.
Was dafür da sein muss, steht weiter unten im Abschnitt über Sicherheit, und dieser Abschnitt ist bei Flammen kein Kleingedrucktes, sondern der eigentliche Unterschied zwischen einem Anbieter, der es kann, und einem, der es anbietet.
Was wir vorher wissen müssen: die Höhe über dem geplanten Standort, was darüber hängt, wie weit das nächste Publikum entfernt ist, ob drinnen oder draußen, und wer beim Veranstaltungsort für den Brandschutz zuständig ist.



Wasserleinwand
Wasserleinwand. Projektion
auf etwas, das nicht da ist.
Ein Fächer aus feinem Wasser wird zur Projektionsfläche. Das Bild scheint frei in der Luft zu stehen, weil die Fläche selbst fast unsichtbar ist.
Der Reiz ist derselbe wie beim Videomapping: Etwas erscheint dort, wo nichts ist. Der Aufwand ist ein anderer. Wasser braucht eine Fläche oder ein Becken, es braucht Platz für die Technik unter der Wasserlinie, und es reagiert auf Wind. Bei ruhiger Luft steht das Bild; bei Böen zerfasert der Fächer.
Deshalb ist die Wasserleinwand ein Effekt für geplante Orte: Seebühnen, Teiche, Innenhöfe mit Wasserfläche, und keiner, den man auf einen Parkplatz stellt.
Wo das besonders gut wirkt: überall dort, wo sich das Bild spiegelt. Ein ruhiges Wasser verdoppelt die Show, ohne dass ein zweiter Projektor nötig wäre.
Videomapping
Videomapping. Die Fläche
war schon da.
Videomapping ist keine Frage der Projektorenstärke. Es ist eine Frage davon, ob jemand die Fläche vorher vermessen und die Inhalte darauf gerechnet hat.
Eine Leinwand ist eben, hell, matt und steht senkrecht zum Projektor. Ein Tank ist gekrümmt, metallisch, unterschiedlich hell und wird zwangsläufig schräg angestrahlt, weil man den Projektor nicht mittig davor stellen kann.
Das ist das Einzige, was Videomapping kann und wofür es keinen Ersatz gibt. Eine Leinwand könnte dasselbe Video zeigen, aber sie wäre eine Leinwand. Hier ist es der echte Tank, an der echten Stelle, in echter Größe.
Sie haben vermutlich keine Tanks. Aber Sie haben womöglich etwas, das sich genauso schlecht in einen Saal stellen lässt: eine Werkshalle, ein Silo, eine Fassade, ein Tor, einen Kran, eine Maschine, die zu groß ist, um sie zu zeigen.
Wie das aussieht, zeigt die Referenz Ein Jubiläum, projiziert auf die Tanks: Videomapping und Laser zum 101-jährigen Jubiläum von Guttroff vor rund 400 Gästen.



Pyrotechnik
Pyrotechnik. Der Effekt,
der Vorlauf braucht.
Wir arbeiten mit Pyrotechnik bis hin zum Großfeuerwerk. Anders als Laser und Flammen entscheidet sich hier das Meiste nicht am Veranstaltungstag, sondern Wochen vorher.
Wir übernehmen Planung, Sicherheitsabstände und die Anmeldung. Wichtig ist der Vorlauf: Genehmigungen und Anzeigen brauchen Zeit.
Drinnen gelten eigene Regeln. In Versammlungsräumen, auf Bühnen- und Szenenflächen und in Sportstadien ist das Verwenden pyrotechnischer Sätze und Gegenstände verboten. Das Verbot gilt nicht, soweit es in der Art der Veranstaltung begründet ist und der Veranstalter die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen im Einzelfall mit der für den Brandschutz zuständigen Dienststelle abgestimmt hat (§ 35 Abs. 2 der Versammlungsstättenverordnung).
Die kleinen Effekte gehören ebenfalls dazu: CO₂-Effekte und Konfetti, dazu Schaum-, Schnee- und Seifenblasenmaschinen. Auch sie brauchen einen Platz im Ablauf und eine Absprache mit dem Haus — wegen des Bodens und wegen dem, was danach aufzuräumen ist.
Anfrage
Sagen Sie uns den Moment.
Nicht welchen Effekt Sie wollen, sondern an welcher Stelle des Abends etwas passieren soll. Den Rest schlagen wir vor.
Telefon
Einsatzgebiet
Europaweit, Sitz in Nehren im Landkreis Tübingen
Häufige Fragen
Was Veranstalter uns zu Effekten fragen.
Wie früh müssen wir für Flammen oder Laser anfragen?
So früh, dass die Abstimmung mit dem Veranstaltungsort und den Behörden hineinpasst. Praktisch beginnt es mit der Standortwahl: Manche Halle scheidet für Flammen aus, und das will man wissen, bevor sie gebucht ist.
Geht Laser auch, wenn es nicht ganz dunkel ist?
Eingeschränkt. Der Strahl braucht ein Trägermedium und eine dunkle Umgebung, um zu wirken. In Hallen lässt sich das über Verdunkelung und Nebel herstellen. Im Freien im Juni ist vor halb elf wenig zu machen. Dann verschiebt man den Programmpunkt statt der Technik.
Dürfen die Strahlen durch das Publikum gehen?
Nicht pauschal verboten, aber streng: Im Zuschauerbereich wird der Expositionsgrenzwert unterschritten (DGUV Information 203-036). Vor der erstmaligen Verwendung sind Show- und Projektionslaser von einer zur Prüfung befähigten Person prüfen zu lassen, nach jeder Montage wird erneut geprüft. Wer Ihnen das nebenbei zusagt, hat es entweder nicht verstanden oder macht es nicht richtig.
Was kostet ein Effekt?
Das hängt weniger vom Effekt ab als vom Ort: In Hallen kommen oft Brandschutzauflagen hinzu. Deshalb fragen wir zuerst nach dem Ort und dem Zeitpunkt, nicht nach dem Budget.
Können wir Effekte mieten und selbst bedienen?
Nein. Flammensysteme und Showlaser fahren wir selbst.
