Referenz · Guttroff
Ein Jubiläum,
projiziert auf die Tanks.
Guttroff wurde 101 Jahre alt. Vor rund 400 Gästen haben wir die Tanks der Anlage mit Videomapping bespielt.
101Jahre Firmengeschichte
3bespielte Flächen: zwei Tanks und der schmale Behälter dazwischen
rund 400Gäste
Ein Werksgelände,
zwei Tanks, ein Jubiläum.
Die Fläche war schon da: die Anlage selbst.
Guttroff wurde 101 Jahre alt. Zum Jubiläum haben wir vor rund 400 Gästen die Tanks der Anlage bespielt: die beiden großen Tanks und den schmalen Behälter dazwischen.
Projektion braucht Dunkelheit. Die Drohnenaufnahme entstand in der Nacht auf den 26. Juni 2026.
Videomapping ist nicht
Projektion auf etwas Großes.
Videomapping ist keine Frage der Projektorenstärke. Es ist eine Frage davon, ob jemand die Fläche vorher vermessen hat.
Der Unterschied liegt in der Fläche.
Eine Leinwand ist eben, hell, matt und steht senkrecht zum Projektor. Ein Tank ist gekrümmt, metallisch, unterschiedlich hell und wird zwangsläufig schräg angestrahlt, weil man den Projektor nicht mittig davor stellen kann. Vier Bedingungen, die alle gegen das Bild arbeiten:
Die Krümmung verzerrt. Ein Kreis, den man auf einen Zylinder wirft, wird zum Ei. Text läuft an den Rändern auseinander und wird unleserlich. Wer das nicht vorher rechnet, merkt es in der Nacht des Aufbaus, und dann ist es zu spät.
Metall wirft zurück. Eine Stahlwand ist keine matte Fläche. Sie glänzt stellenweise, und genau dort verliert das Bild seinen Kontrast. Helle Flächen brennen aus, dunkle saufen ab.
Der schräge Winkel staucht. Je weiter der Projektor aus der Achse steht, desto stärker schrumpft das Bild auf der abgewandten Seite. Das lässt sich rechnen, aber es muss vorher gerechnet werden, nicht vor Ort korrigiert.
Streulicht geht nicht weg. Was neben der Fläche vorbeigeht, landet im Himmel oder beim Nachbarn. Auf einem Betriebsgelände mit angrenzender Bebauung ist das nicht nur ein ästhetisches Thema.
Deshalb ist Videomapping keine Frage der Projektorenstärke. Es ist eine Frage davon, ob jemand die Fläche vorher vermessen und die Inhalte darauf gerechnet hat.
Wie das aussieht, zeigen die beiden Aufnahmen vom Einrichten: erst die Zuordnung der Flächen, dann das Messgitter auf der Rundung. Was hier an Zeit hineingeht, entscheidet darüber, ob am Abend ein Kreis ein Kreis bleibt.


Wir haben die Anlage
zur Erzählung gemacht.
Die Tanks werden durchsichtig. Das ist das Einzige, was Videomapping kann und wofür es keinen Ersatz gibt.
Statt etwas auf das Gelände zu stellen, haben wir das Gelände bespielt. Die beiden großen Tanks und der schmale Behälter dazwischen wurden zu drei Flächen, die zusammen eine Geschichte erzählen: in Kapiteln, in der Reihenfolge, in der ein Betrieb sich selbst erklären würde.
Erst die Reichweite. Eine Weltkarte auf dem linken Tank, eine Deutschlandkarte auf dem schmalen Behälter in der Mitte. Die ersten Bilder der Show.
Dann das Verfahren. Anlagenschemata und Verfahrensgrafiken auf den Tanks. Was in den Behältern passiert, an die Behälter selbst projiziert.
Dann der Blick nach innen. Das ist der Punkt, an dem der Abend kippt: Die Tanks werden durchsichtig. Nicht als Effekt, sondern als Bild: man sieht in den Behälter hinein, auf wirbelnde Flüssigkeit, auf Einbauten, auf einen Füllstand. Eine geschlossene Stahlwand gibt den Blick auf das frei, was sie sonst verbirgt.
Aus der Luft betrachtet wirkt der Tank dabei nicht wie eine angestrahlte Wand, sondern wie ein geöffnetes Gefäß: dieselbe Rundung, die sonst nur Licht zurückwirft, gibt für diese Sekunden den Blick frei.
Das ist das Einzige, was Videomapping kann und wofür es keinen Ersatz gibt. Eine Leinwand könnte dasselbe Video zeigen, aber sie wäre eine Leinwand. Hier ist es der echte Tank, an der echten Stelle, in echter Größe. Deshalb funktioniert es.
Dann der Weg zum Kunden. Fahrzeuge und Produktmarken auf der Rundung. Der Teil, bei dem die Verzerrungsrechnung sich beweisen muss, weil Fahrzeuge und Schriftzüge sofort auffallen, wenn sie schief stehen.
Und zum Schluss die Feier. Laser über der Anlage, Nebel als Trägermedium, dazu vier Begriffe und „101 Jahre“ auf den Tanks. Der Laser übernimmt genau in dem Moment, in dem die Projektion allein zu still würde, und er bespielt einen Raum, den kein Projektor erreicht: den Luftraum über der Anlage.
Dokumentiert aus der Luft. Die Anlage wurde per Drohne aufgezeichnet. Aus der Luft ist zu sehen, dass die drei Flächen zusammen ein Bild ergeben.
Bildstrecke




Neunzig Sekunden aus der Drohnenaufnahme.
Zusammengeschnitten aus der Drohnenaufzeichnung: Anflug, das Innere der Tanks, das Laserfinale.
Was davon
für Ihr Vorhaben gilt.
Sie haben vermutlich keine Tanks. Aber Sie haben womöglich etwas, das sich genauso schlecht in einen Saal stellen lässt: eine Werkshalle, ein Silo, eine Fassade, ein Tor, einen Kran, eine Maschine, die zu groß ist, um sie zu zeigen.
Das Vorgehen ist dasselbe, unabhängig von der Fläche:
- Fläche vermessen. Geometrie, Oberfläche, Umgebungslicht, mögliche Projektorstandorte.
- Inhalte auf die Fläche rechnen, nicht die Fläche auf die Inhalte hoffen.
- Das Programm entlang dessen aufbauen, was der Ort ohnehin erzählt.
- Streulicht und Genehmigungen vorher klären, nicht am Abend.
Was am Ende zählt, ist nicht die Technikliste. Es ist, dass die Fläche trägt.
Anfrage
Erzählen Sie uns von Ihrer Fläche.
Ein Foto der Halle, des Silos oder der Fassade reicht für ein erstes Gespräch. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob die Fläche trägt: auch wenn die Antwort nein lautet.
Telefon
Einsatzgebiet
Europaweit, Sitz in Nehren im Landkreis Tübingen
